Oktober, 2017

Philips Volksrasierer Test

Wo Kaufen?
Rasierer Test
Philips Volksrasierer Test
Ausreichend (4,1) Okt, 2017
http://rasierer-test.io
Lasst euch nicht von der Werbung blenden. Ja, der Rasierer ist ansprechend in seinem Preis, aber sollte man ihn mit nach Hause nehmen stellt man bald fest, dass man draufzahlt.

Was soll man sagen? Den „Volksrasierer“, der von Bild promotet wird, gibt es schon seit Ewigkeiten. Neu ist allerdings, dass es sich heutzutage um ein Modell der Firma Philips handelt. Der aktuelle Volksrasierer ist ein SensoTouch 2D, also ein älteres Modell von Philips, dessen Zeit eigentlich schon abgelaufen war. Nun fiel mir der Philips abermals auf, als ich die Bestsellerlisten von Amazon durchstöberte, um zu sehen, was meine Mitmenschen denn so kaufen. Ein wenig Aufklärung scheint nötig zu sein. Mich stört es, wenn die da oben gewinnen. Ihr könntet doch etwas viel besseres zu diesem Preis bekommen, meine Freunde. Lasst euch nicht von der Werbung locken. Lasst euch nicht von einem Slogan erreichen, der ein Zusammengehörigkeitsgefühl vorgaukelt. Wenn ihr euch mit anderen verbunden fühlen wollt, ich gehe mal davon aus, dass das der Grund zum Kauf ist, dann holt euch einen Rasierer, auf den sich alle Kunden wirklich einigen können. Nicht den, den die Bild bewirbt. Man liest es bereits aus diesen Zeilen heraus, dass der SensoTouch 2D nicht das Gelbe vom Ei ist. Hier nun, warum:

Die Ausstattungspanne

Ich will es mal so nennen, da die Ausstattung des SensoTouch in dieser Version eher mikrig ist. Man liest es bereits an der Artikelnummer ab. Die 16 bedeutet, dass es sich hier um ein Modell handelt, welches auf eine Reinigungsstation verzichtet. Das Thema Reinigungsstation haben wir bereits etliche Male behandelt, auf der Startseite stehen ein paar eindringliche Passagen zu dieser Sache (sofern ich den Artikel nicht bereits gesondert gelistet habe). Jedenfalls fehlt diese Seite am Volksrasierer. Desweiteren ist der RQ1187 eines der Modelle, die auf viel verzichtet, vergleicht man ihn mit einem der besseren Modelle von Philips, bzw eines der neueren Modelle. Der SensoTouch 2D verzichtet, wie der Name schon sagt, gegenüber dem 3D auf einen dreidimensional anpassbaren Scherkopf. Das stört nun nicht wirklich, zeigt aber mit welchem Zwang Philips versucht hier eine komplette Produktpalette aus dem Nichts zu stampfen. Das machen andere Hersteller allerdings auch. Das eigentliche Problem des SensoTouch ist nicht die Ausstattung selbst, sondern, dass er ein Rotationsrasierer ist.

Wir haben bereits in einem separaten Test über den „neuen“ RQ1187 gesprochen, der sich heute Series 5000 nennt. Kostet ein wenig mehr, kann in etwa das selbe, heißt aber nicht, dass der Volksrasierer nun wertvoll wäre, nur weil er einem neuen Modell etwas voraus hat. Ich mag beide nicht.

Rotationsprinzip

Der RQ1187 baut, wie alle Philips Rasierer, auf dem Rotationsprinzip auf, heisst, dass er ein Rotationsrasierer ist. Hier rotieren die einzelnen Klingen des Scherkopfes, um dir deinen Barthaaren zu entledigen. Fortschrittlich war es eins, da war es „die neue Methode. Heute ist es die Methode, welche sich nicht durchsetzen konnte. Philips ist der einzige Hersteller (bis auf einige Abklatsche), der auf dieses Prinzip baut. Die Rasur jedoch, da sind sich die Experten weltweit einig, hinkt beim Rotationsrasierer den Folienrasierern hinterher. Es ist nicht so, dass es nicht funktionieren würde; die Umstände müssen nur alle stimmen. So versteht es ein Rotationsrasierer zwar einen sauberen Bartwuchs zu rasieren, bei einem wilderen Wuchs streikt er allerdings..

Praktisch..

..kaum zu gebrauchen. Ich wünschte ich könnte mal was schönes schreiben, doch die Kritik an den meisten Rasierern, die dem Vergleich nicht standhalten, fällt zu einfach. Es ist offensichtlich, was hier falsch läuft. Ich hatte den SensoTouch 2D selbst nicht zur Hand, kenne allerdings den SensoTouch 3D und selbst der wusste oftmals nicht zu gefallen. Gerade im Halsbereich, der bei den meisten Leuten, in Sachen Bartwuchs, wenig klar verläuft, hat man seine Mühen mit dem rotierenden SensoTouch. Ich persönlich habe auch im Gesicht nicht die klarste Linie, so dass er, in meinem persönlichen Fall, auch hier nicht das zeigt, was man sich verspricht. Ich kenne die Tücken also, kenne aber ebenfalls die Möglichkeiten, die andere Rasierer offerieren. Unterm Strich heisst das, dass der SensoTouch, auch wenn er sich als Rasierer des Volkes hinstellt, kein Produkt für den einzelnen klugen und mündigen Bürger ist, der den Vergleich anstellt.