Philips SensoTouch 3D

Altes Eisen

Schön euch wiederzusehen! Was erlaubt der sich? Ein Artikel über den Philips SensoTouch 3D sollte doch deutlich respektvoller eingeleitet werden. So Wirr, wie die einleitende Rede, so wirr darf dein Bart nicht sein, wenn der SensoTouch 3D in Frage kommen soll. Rotationsrasierer, wie der SensoTouch einer ist, kommen ausschließlich mit geradelinigem Bartwuchs klar. Menschen wie ich, die sich fernab der Photoshop-Genetik einstufen müssen, werden also so einen Rasierer nicht wertschätzen können. Einen Blick auf ihn werfen wollen wir trotzdem, einfach nur, um den Namen von der Liste zu streichen. So niederschmätternd die ersten Zeilen auch wirken, so ist es nicht. Es gibt mittlerweile einfach einen neuen SensoTouch 3D. Der nennt sich heute nur anders, der heisst heute Philips Series 9000. Ich nenne sie auch gerne Series 350€, weil der Preis so happig ist. Der Mehrwert gegenüber dem SensoTouch 3D ist jedoch enorm, auch wenn er den Preis nicht rechtfertigt. Ich sag' mal so. Auch wenn der SensoTouch 3D im Vergleich zum neuen Series 9000 viel günstiger ist, fällt er in Sachen Preis/Leistung komplett durch. Zu teuer ist das altbackene Gerät und zu sehr zielt es auf eine Niesche ab, als dass ich eine allgemeine Empfehlung aussprechen könnte.

Der Wirrwarr der Ausstattung

Die achsotolle Auswahl. Philips ist der Anbieter, bei dem mich das am meisten ankotzt. Den SensoTouch gibt es in gefühlt 500 Variationen, die alle einen eigenen Produktnamen tragen. RQ12xx, an den ersten beiden Zahlen erkennt man, dass es sich um einen SensoTouch 3D handelt. Nur Modelle, die mit 12 beginnen, sind ein Modell dieser Serie. RQ11, das ist der SensoTouch 2D. Da hörts dann aber schon auf, weiter zu unterscheiden ist fast unmöglich. Wo ist der Unterschied zwischen RQ1275 und RQ1285? Was hat der RQ1250 dem RQ1260, RQ1280, RQ1295 oder wem auch immer voraus? Wo liegt der Unterschied? Im Detail. Lediglich im Detail muss man sagen! Hier geht es um andersartige Displays, einen simplen Zusatz wie einem Bartschneider-Aufsatz, Reinigungsstationen usw. Bei der Rasur ist jeder der Apparate gleich. Ich habe damals einen SensoTouch 3D in Vollausstattung zuhause gehabt, der heiß RQ1275 und war eines der ersten Modelle vom SensoTouch. Mit der Zeit kamen dann der RQ85, 95 und mittlerweile auch die glattzahligen 60 und 80.

Praktikabel?

Wir kommen auf das Wesentliche zu sprechen, die Rasur. Hier habe ich die größten Probleme mit dem Philips Rasierer. Ich meine, gut, die ganze Marketingmasche mit der immensen Auswahl, auf wen das auch immer abzielen soll, ist unmenschlich bescheuert. Ich könnte darüber hinwegsehen, wenn die Funktion denn so gut wäre, dass ich in den sauren Apfel beisse und mich durch die Regale an Variationen wühle. Der SensoTouch setzt, wie alle Philips Rasierer, eben auf das besagte Rotationsmodell. Hier fügen sich drei eigenständige rotierende Klingenblöcken als Scherkopf zusammen. Jeder dieser Blöcke könnte auch als eigenständiger Rasierer stehen, ist jedoch zu klein, oder? Darum führt Philips drei dieser Blöcke zusammen, einfach um eine größere Fläche auf einmal absäbeln zu können. Nun ist es so, dass ich den SensoTouch in der Praxis selbst nicht liebenswürdig empfinde. Er sieht sehr stark danach aus, so zeigt mir meine Erfahrung und der Vergleich von Rotationsrasierern untereinander, dass eben das Rotationsprinzip generell schwächelt. Keiner der Philips Rasierer konnte mich im heimischen Bad wirklich überzeugen. Auch das Spitzenmodell, welches aus den Vollen schöpfen will, kommt nich über das Mittelmaß hinaus. Vergleicht man den SensoTouch 3D beispielsweise mit einem Folienrasierer aus der unteren Preisklasse, kann keiner sagen, was nun besser ist. Was man sagen kann ist, dass teurere Folienrasierer einen jeden Rotationsrasierer in die Tasche stecken. Punkt.

Fazit

Es zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Test. Der SensoTouch 3D schafft es nicht seinen hohen Preis zu rechtfertigen. Warten wir auf den Series 9000.

Philips SensoTouch 3D
72%

Der SensoTouch 3D ist das Auslaufmodell von Philips. Mittlerweile gibt es den Series 9000, 7000 und weitere. Der SensoTouch wäre vielleicht zu einem angemessenen Preis interessant, doch schraubt niemand wirklich an der Preisschraube.

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