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Nassrasierer Test

Nassrasierer gelten nicht umsonst als die gründlichsten Rasierapparate auf dem Markt. Allerdings ist ihr Ruf ebenfalls, dass sie oftmals zu gründlich sind. Im Test konnten wir herausstellen, dass die Handhabung nicht der Hauptgrund für Hautirritationen und Schnittverletzungen sind. Die Klingen selbst tragen einen hohen Beitrag dazu bei, ob ein Nassrasierer im Test hautschonende Fähigkeiten vorführen konnte.

Der Nassrasierer Test greift sich die aktuell verfügbaren Modelle an Rasierern für die Nassrasur. Darunter zu finden die beliebten Modelle von Gilette und Wilkinson, sowie ein paar Randerscheinungen aus den lokalen Drogerien. Letztere preisen sich am ehesten mit einer erschwinglichen Preisgestaltung, währen die namhaften Hersteller gerne ein paar Euro für ihre Produkte abfragen. Speziell Rasierklingen für Gilette Nassrasierer zeigen sich im Vergleich etwas teurer. Allerdings ist der Aufpreis auch gerechtfertigt, schaut man sich die Testergebnisse an. Gilettes Produkte konnten die Konkurrenz im Nassrasierer Test nahezu ausnahmslos in die Schranken weisen.

Testaufbau und Ergebnisse ließen nur einen Schluss zu

Unsere Testteilnehmer sind allesamt vom Verbraucher zum Probanden aufgestiegen. Die bloße Einordnung in Gut oder Schlecht, Zufrieden oder Unzufrieden ist nicht mehr Zeitgemäß. Die Erwartungshaltung der Leser ist mit dem Zeitalter der schnellen Information gestiegen. Eine bloße Kaufempfehlung reicht nicht mehr aus; sie will fundiert sein.
Einige der Tester haben sich, eigenen Angaben zufolge, trotz zweifelhafter Produkte, nie nach Alternativen umgesehen, weil das Problem des nachwachsenden Haares gelöst schien. Zwar zwickte es hier und da, musste nachrasiert werden, entstand Rasurbrand, doch führen bekanntlich viele Wege nach Rom, so steinig sie auch sein mögen.
Der Leserschaft ist jedoch ein anderes herangehen geschuldet. Ausgeklügelte Fragebögen sollten lediglich als Rahmenbedingung dienen und das kritische Auge wiedererwecken. Einen Nassrasierer für sich allein zu sehen, ihn zu durchleuchten und seine Stärken und Schwächen zu erkennen, war der erste Schritt. Der direkte Vergleich der Nassrasierer im Test war es, der Licht ins Dunkel brachte. Wir sind nach bestem Gewissen vorgegangen, um den Abgleich keinem Vorbehalt, Etwaigkeiten oder einem Bias auszusetzen. Tatsächlich war es so, dass die Reihenfolge der zu testenden Produkte einen eindeutigen Sieger aufzeigte. So war es weder das erste Produkt, was getestet wurde, noch das letzte, welches den Testern besonders auffiel, sondern das 2. getestete. Diesem Umstand kann man unterstellen, dass sowohl ein großer Vorsprung des Nassrasierers auffällt, als auch keiner der Tester einer selektiven Wahrnehmung unterlegen war.

Hautirritationen als „ausschlaggebender“ Faktor

Um den Nassrasierer beim Namen zu nennen, sprechen wir ausdrücklich dem Gillette ProShield (mit Flexball) den Testsieg zu. Es ist die weiterentwicklung einer sehr beliebten Reihe von Nassrasierern von Gillette, welche weitere Schwächen ausmerzen konnte. Hauptsächlich in der Hautschonung zeigt sich ein großer Schritt in die richtige Richtung. Der ProShield sorgte sich, wie der Name schon andeutet, um einen besseren Schutz vor Rasurbrand und anderen Hautirritationen. Gillette muss erkannt haben, dass die Klingen selbst bereits bahnbrechend sind und eine große Anhängerschaft gefunden haben, sich jedoch viele nicht trauen würden derart effizienten Klingen auszusetzen. Die Erfahrungen aus dem Test bestätigen, dass selbst moderne Nassrasierer noch immer mit Irritationen der Haut zu kämpfen haben. Beim ProShield wird ein Sicherheitsabstand zur Haut gehalten, um das nahezu unmögliche möglich zu machen: Nassrasieren ohne der Haut zu sehr zuzusetzen.

Der richtige Umgang hilft

Neben dem richtigen Produkt ist es auch am Anwender die Pflege des Apparats zu bewerkstelligen. Der größte Fehler, den wir mit Rasierklingen machen ist tatsächlich dem Säubern zuzusprechen. Es ist ein einfachster Schritt notwendig, um nicht nur die Haltbarkeit, sondern auch Sicherheit und Effizienz der Klingen, weit über die vom Hersteller empfohlene Haltbarkeit nutzbar zu machen. Wasser setzt den Rasierklingen eines Nassrasierers immens zu. Es ist nicht das Rasieren selbst, was ein solches Messer abstumpfen lässt, sondern das Wasser, welches nach der Rasur an der Luft trocknen soll. Ratsam ist es den gesäuberten Rasierer mit einem Fön zu behandeln, bis die Klingen tatsächlich trocken sind. Auch hier ist jedoch nicht brachiale Hitze, sondern kalte Luft ratsam.

Keine Kostenfrage

Aufgrund der schnell verschlissenen Rasierklingen war es bislang ein harter Kampf mit dem eigenen Geldbeutel, ob sich ein kostspieliger Gillette Rasierer gegenüber den günstigeren rechnet. Durch die eben erwähnte Handhabung verlängert sich die Lebenszeit einer solchen Rasierklinge jedoch um wenigstens das doppelte auf bis zu 6 Monate. Demnach ist selbst mit dem spärlichsten Starterpaket eines Rasierers, welches in den meisten Fällen unter 10€ kostet, das Nutzen des Rasieres ohne jegliche Folgekosten von einem Jahr möglich. Auch im zweiten Jahr übertriff kein einziges Modell Kosten von 10€.

Unterm Strich

Es war ein aufwendiger Nassrasierer Test, für unsere Verhältnisse auch sehr kostspielig, doch wir konnten einige Dinge ausarbeiten, die sowohl dem Kaufinteressenten helfen, als auch dem Verständnis für Nassrasierer auf die Sprünge helfen. Mit dem richtigen Umngang und der Gewissheit, dass Hautirritationen mit dieser und weiteren Generationen von Rasierern weiter bekämpft werden, können wir uns auch für Nassrasierer aussprechen, obwohl wir Elektrorasierern bislang die Treue geschworen haben. Allerdings zeigen sich hier Preis und Nutzen in keinem Verhältnis zu den Nassrasierern, die weitaus günstiger und auch gründlicher zur Tat schreiten. Aktuell (Siehe Datum „Update“ am oberen Ende der Webseite) heißen wir Gillettes neuestes Werk für den besten Nassrasierer auf dem Markt und sehen mit Spannung weiteren Produkten entgegen, die uns die Zukunft bringen wird. Allerdings sehen wir vor 2018 kaum drastische Neeuerungen auf dem Markt, so dass getrost zugegriffen werden kann. Selbst wenn sich ein neuer guter Rasierer auf dem Markt platzieren würde, wäre die Neuanschaffung eines Nassrasierers nicht teurer als ein Paket Rasierklingen kosten würden. Ebenso ist gerade bei Gillette die Fusion Klinge auch Generationsübergreifend als Standard gesetzt.

Philips OneBlade – Das beste aus beiden Welten

Es gibt einen Elektrorasierer der eine wahre Alternative zum Nassrasierer darstellt. Dem Philips OneBlade kann man auf dem ersten Blick schon die Symbiose ansehen. Der Rasiererkopf ähnelt dem eines Nassrasierers und auch der schlanke Körper ist ungewöhnlich für einen Elektrorasierer. Wo uns der OneBlade am meisten begeistert ist am Preis. Das günstigste Modell gibt es schon ab 30€. Zwei Klingen kosten 20€, das klingt jetzt viel im Vergleich zum Nassrasierer aber das Gegenteil trifft zu. Eine Klinge hält vier Monate! Die Rasur ist auch sehr gründlich aber da lesen Sie doch einfach unseren Philips OneBlade Test.

Die Produkte im Detail

Gillette Fusion ProShield Test

Testrraucher lieber zum Elektrorasierer, da dieser der Haut nicht im gleichen Maße zusetzt. Ursachen sieht Gillette hier anscheinend nicht bei den Klingen, sondern der Sicherheit und der Konturanpassung. So verfügt der ProShield, wie der Name schon impliziert, über einen "Schutzschild", der sich um die Klingen legt und verhilft den nötigen Abstand zur Haut aufrecht zu erhalten.

Gillette Fusion ProGlide Test

Der Gillete Fusion ProGlide ist ein wahres Komplettpaket und bietet alles was man für eine gute Nassrasur braucht. Uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Gillette Fusion ProGlide Power Styler Test

Oft gelobt, öfter gekauft; die Massen an zufriedenen Kunden können sich nicht irren. Der Styler schlägt die Brücke zum Komfort von Elektrorasierern dank eingebauten Stylemöglichkeiten und einer noch gründlicheren, da batteriebetriebenen Rasur. Empfehlung!

Wilkinson Hydro 5 Test

Wer auf den Preis guckt findet neben dem Wilkinson lange nichts.

SHAVE-LAB Nassrasierer Test

Keine Frage füllt Shave-Lab eine Lücke, die in der Idee aus Amerika stammt. Tatsächlich scheint sich jedoch kein großer Markt für Rasierklingenabos aufzutun. Seit einiger Zeit sind die Shave Lab Produkte also auch auf Amazon erhältlich und stellen sich dem etablierten Gefüge des Bedarfskaufs. Hier gilt es sich jedoch mit Gillette zu messen, die bislang die Messlatte setzen.

Gillette Mach 3 Test

Das größte Problem des Mach 3 ist nicht sein Preis, der sich als ebenfalls nachteilig aufzeigt, sondern seine Konkurrenz. Da sich der Mach 3 nicht als spottbillig erweist, sind neuere Modelle allesamt die bessere Wahl. Die Zeit des Klassikers ist um.